welche Batterie

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qtreiber
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welche Batterie

Beitrag von qtreiber » So 1. Jan 2017, 11:55

Moin,

meine kleine 650er Xcountry, EZ 05/2008 (gelbe) benötigt eine neue Batterie.

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Mein Dealer hat mir eine Gelbatterie von JM für sehr kleines Geld angeboten:
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Normalerweise kucke ich nicht auf den letzten Cent und nicht auf jedes Gramm Mehr-/Wenigergewicht.
Die für dieses Moped angebotenen Lithium-Batterien kosten etwas mehr als das Doppelte wiegen aber 2 Kg weniger (0,9 statt 2,9 Kg). Bei einem Teil zwei Kilo Unterschied empfinde ich doch als relativ viel.
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Über einige Nachteile der Lithium-Batterien habe ich gelesen. Dann werden immer wieder die LifePo4 erwähnt ...?

Die Xcountry wird ggf. auch in der kälteren Jahreszeit bewegt, parkt grundsätzlich in einer Garage ... die auf Dauer bei Tiefsttemperaturen sicher nicht frostfrei ist.

Als Ladegerät habe ich immer noch ein altes Optimate III, welches zum Nachladen von Lithium-Batterien nicht geeignet ist.


Was sagt die Fachwelt? Auch wenn ich in diesem speziellen Fall Gewichts-Vorteile gerne mitnehme würde, ist für mich das Wichtigste dass die Batterie (immer) funktioniert und einfach zu Händeln ist. Z. B. selber eine Batterie basteln möchte ich nicht. Plug and Play ist angesagt.
VG
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Buetti
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Re: welche Batterie

Beitrag von Buetti » So 1. Jan 2017, 15:25

Moin Bernd,

Ich würde 2 Kg weniger wohl nicht merken - wie ist es bei Dir?


Ich sehe in der Lithium halt 2 Nachteile:

Doppelt so teuer - Fällt aber bei den Preisen m.M.n. nicht so ins Gewicht.
Du brauchst noch ein geeignetes Ladegerät - aber Du hast ja eine geräumige Garage.


Wenn also Geld egal ist und Du meinst, 2.000 Gramm sind Dir wichtig nimm die Lithium :thumb:



Sorry wegen meiner Unwissenheit:
Warum anderes Ladegerät - bei der LiMa/Elektrik der XC wird doch auch nix geändert :?:
Das Niveau mancher Menschen ist so tief,das man
da noch eine Kellerwohnung drüber bauen könnte...



Grüße aus Ffm-Sachsenhausen
Stefan

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Re: welche Batterie

Beitrag von teileklaus » So 1. Jan 2017, 15:46

hallo bei Batterien bin ich immer auf der Seite von Ligepo4.
Das Mindergewicht ist vl nicht so merkbar, aber ich würde immer ne leichtere nehmen, wenn ich nicht Winters unter 0 Grad regelmäßig fahren will.
Kleinvieh macht auch Mist. Und Gesamtgewicht ist halt die Summe.
Für die "Kleinen" würde ich ne 8 fach Pack 123 er Zellen empfehlen, der zwar teuer aber über alle Zweifel bei der Anwendung erhaben ist. Auch besser als die Fertigakkus!
Plug & Play heißt für mich dann die 800.. 1000Gramm mit etwas Schaumstoff und dem originalen Gummistraps zu befestigen.
Anklemmen halt mit 2 Schrauben.
viel Grüße, Klaus

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Re: welche Batterie

Beitrag von qtreiber » So 1. Jan 2017, 15:58

Moin Stefan,

im Prinzip hast du es auf einen Nenner gebracht. Der Preis fällt in diesen Regionen nicht so ins Gewicht.
Buetti hat geschrieben:Ich würde 2 Kg weniger wohl nicht merken - wie ist es bei Dir?
die 2 Kg Unterschied merke ich auch nicht - weiß es aber. ;)

Wie geschrieben, bei einem Moped, welches ~160 Kg liegt und - nur - ein Teil bereits ein Gewichtsunterschied von 2 Kg bietet, komme ich allerdings ins Grübeln.; vor allem weil so oder so ein Neukauf ansteht.



Buetti hat geschrieben:Sorry wegen meiner Unwissenheit:
Warum anderes Ladegerät - bei der LiMa/Elektrik der XC wird doch auch nix geändert :?:
hat irgendwas mit dem "Entsulfatisierungsprozess" zu tun, auf den mein vorhandenes Optimate III wohl reagiert - und deshalb nicht genutzt werden darf. Ein stinknormales (ohne "Erhaltung") sollte wieder gehen ... wenn aufgepasst wird.
VG
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Re: welche Batterie

Beitrag von qtreiber » So 1. Jan 2017, 15:59

teileklaus hat geschrieben:Für die "Kleinen" würde ich ne 8 fach Pack 123 er Zellen empfehlen, der zwar teuer aber über alle Zweifel bei der Anwendung erhaben ist. Auch besser als die Fertigakkus!
Plug & Play heißt für mich dann die 800.. 1000Gramm mit etwas Schaumstoff und dem originalen Gummistraps zu befestigen.
Anklemmen halt mit 2 Schrauben.
hast du ggf. einen Link oder ähnliches?

Wie geschrieben, "Basteln" möchte ich nicht. Die Batterie bzw. das Pack im Moped befestigen dürfte kein Problem sein.
VG
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Re: welche Batterie

Beitrag von teileklaus » So 1. Jan 2017, 16:52

Hi Bernd: ich sehe die JMT und ähnliche Fertigakkus äußerlich schön, aber mit angegebenen 3 AH Kapazität. Die aufgedruckten 8,5-10 AH sind nur Vergleiche zu den Bleiakkus.
Ein selbst konfektionierter Lifepo 4, 4 er Pack mit Strippen und eingeschweißt / Schrumpfschlauch reicht knapp vom Startstrom mit 80 A für die Anwendung. Selbst damit hatte ich aber die V Boxer anwerfen können.
Nehme ich aber nicht, weil das nicht lange gut geht. Ein 8 er Pack ist da für mich genau richtig. Vorteil soll ja bei dem 3 fachen Preis zum Bleiakku auch die Dreifache Lebensdauer sein, und die bekommt man auch wenn der Klotz nicht grenzwertig klein und damit billig ausgelegt ist.
Ich habe nur Links zu Fuchs und paar Rennanbieter.
http://cs-batteries.de/LiFePo4-Motorrad ... -300A-780g :thumb:
http://www.mbf-racing.de
1000 bis 2000 Zyklenfest! je nach Entladetiefe.
viel Grüße, Klaus

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Re: welche Batterie

Beitrag von qtreiber » So 1. Jan 2017, 17:23

teileklaus hat geschrieben: Vorteil soll ja bei dem 3 fachen Preis zum Bleiakku auch die Dreifache Lebensdauer sein,
ich kann mir nicht vorstellen die Xcountry - oder ein anderes Moped - noch 30 Jahre zu fahren. Zehn Jahre für eine [normale] Batterie sind keine Kunst ... und die in meiner R lebt immer noch. :lol:


Da die evtl. längere Lebensdauer für mich kein (gutes) Argument ist, gleichzeitig der Preis für einen Achterpack auf ~150 Euro steigt, bleibe ich dann doch lieber bei der preisgünstigeren Variante (unter 50 Euro) und spare das Mehrgewicht von ~2 Kg irgendwo anders ein ... oder auch nicht. ;)

"Selbst Konfektionieren" möchte ich nicht, wobei ich dann wieder bei meiner Eingangsfrage mit den zwei genannten Optionen bin. Ca. 80 Euro für eine Batterie sind für mich akzeptabel, ca. 150 Euro - ohne einen erkennbaren weiteren Mehrwert (außer Gewicht) - nicht.
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Re: welche Batterie

Beitrag von teileklaus » So 1. Jan 2017, 17:40

schon klar dass ein solcher Preis für viele ein KO Kriterium ist.
Das stört mich aber nicht, weil ich aus Prinzip die Maschinen so leicht als möglich haben will. Und da kommt mir die Lifepo4 Geschichte recht.
Die alte Lifepo 8 AH hab ich einfach ausgebaut und verwende sie im Nächsten Moped weiter, die sind ja kleiner und von daher kompatibel.
Viel Bleibattrieanwender schreiben halt auch, wie kurz die Bleiakkus bei Ihnen gelebt hatten.
Wenn das bei dir anders ist, umso besser. Keine Kunst würde ich nicht verallgemeinern, eher die Ausnahme!
Die Hawker in meiner Alten 4 V Tuningkuh, bevor die Lifepo4 drin war, lebte ja auch 8 Jahre ( übernommen vom Vorgänger und bei mir ) bei einem Preis von 120.- (PC680 ). Also nicht weit weg von einer fetten Lifepo4. Wundersam ruft dafür 179.- auf und das wird auch bezahlt.
viel Grüße, Klaus

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Re: welche Batterie

Beitrag von qtreiber » So 1. Jan 2017, 18:08

Nebengplänkel: ;)
Der Preisvergleich mag bei dir passen.

... die Yuasa in meiner R kostet aktuell knappe 100 Euro und speziell mit meinen bisherigen BMW-Mopeds gab es nie Batterieprobleme. Das war davor bei den hochgelobten Japanern, überwiegend Hondas, anders.




Was ist mit dem direkten Vergleich der ~50-Euro-Gel-Batterie zu der ~85-Euro-Lithium? Eine noch größere Preisdifferenz will ich in diesem Fall nicht hinnehmen. Die anderen evtl. Nachteile (Aufladen, Kälteverhalten) ??? kommen hinzu.

Nach dem bisher gelesenen geht meine Tendenz zur 50-Euro-Variante.


Auf jeden Fall Danke für die Infos, einiges dazu gelernt.
VG
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Re: welche Batterie

Beitrag von teileklaus » So 1. Jan 2017, 18:36

Ich kann nur sagen eine Lifepo4 3 AH nur zum Testen für 85.- will ich mir nicht kaufen. ( Für die 12 er wäre sie mir 2 mal zu klein).
Im S Forum hatte die ( so eine JMT) einer in der 11 S, nach 2 Winter tot. Dann wieder aufgepäppelt hielt sie noch eine Saison.
Kann sein sie hält in der kleineren, Ich weiß nicht recht.
Ich hatte vor Jahren 5 verschiedene zur Referenz Hawker PC 680 getestet, da war mir die 2300er Lifepo mit 123 er Hochstromzellen zu dünnbrüstig.
Der Headway und der 8 er Pack war selbst den Hawkers überlegen, die für mich zu den Stärksten Blei gehören.
Bliebe als Plus die 0 Selbstentladung der Lifeops über den Winter.
Probier sie aus und berichte. :mrgreen:
viel Grüße, Klaus

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Re: welche Batterie

Beitrag von didithekid » So 5. Mär 2017, 23:44

Hallo,
gestattet mir (als Nachtrag) noch ein paar Worte zum Vergleich Blei- zur Lithium-Ionen (LiFePo4)-Batterie:

Meine LiFePo4-Batterie (JMT) hat knapp 40% der Kapazität der eigentlich vorgesehenen Blei-Batterie, kostete doppelt so viel und hat ein deutlich besseres Startverhalten (bei den von mir bevorzugten Temperaturen über 10°C). Leichter ist sie natürlich auch.

Für Betrieb im Winter würde ich LiFePo4 aber nicht empfehlen. Grund ist, dass bei Winterkälte der Akku nicht mehr richtig aufläd (auch nicht in einer unterkühlten Garage am eigentlich geeigneten Ladegerät). Starten bei Winterskälte (ggf. mit Vorwärmen durch Licht an) ist dagegen möglich, wenn der Akku vorher (warm) vollgeladen war (das habe ich getestet).
Laut Angaben der Zellenhersteller geht Laden bei Minustemperaturen nur mit deutlich angehobener Ladespannung, wozu weder die Lichtmaschine noch ein übliches Ladegerät in der Lage ist. Anders sieht es aus. wenn man die neuen und (noch) teureren LiFeYPo4-Zellen verwendet, deren Einsatzbereich auch den Frostbereich mit abdeckt. Die gibt es bisher aber noch nicht als fertigen Motorrad-Akku.

Für Alle, die (wie ich) im Sommerhalbjahr unterwegs sind, würde ich LiFePo4 aber sehr empfehlen. Insbesondere wenn die Maschiene auch mal längere Zeit ungenutzt rum steht. Zum Einen wegen der geringeren Selbstentladung, zum Anderen aber auch, weil LiFePo4 das besser verträgt als Blei.
Mir fehlt jetzt das Wissen, ob XCountry & Co auch Stromverbrauch im Stand haben, wie die großen Kühe mit Uhr usw..
Wenn nicht, oder wenn (wie bei mir) ein Batterietrenner bei Standzeit den Stromfluss stoppt, braucht die LiFePo4 monatelang nicht nachgeladen zu werden. Zwischen Anfang November und Anfang März hat meine jetzt noch nicht einmal 15% ihres Ladezustands verloren.
Ein neues Ladegerät (ohne den 16-Volt Entsulfatisierungsmodus, der hier kritisch ist) ist also evtl. gar nicht nötig.
Meine hat allerdings auch schon (für kurze Zeit) an einem solchen ungeigneten Ladegerät geladen, ohne dass sich jetzt (nach vier Jahren) ein Schaden zeigt (aber man büßt natürlich die Hersteller-Garantie ein).

Ich hoffe darauf, dass der Akku bei mir doppelt so lange hält, wie mein letzter Blei-Akku, der nach drei Jahren hinüber war.
Dem schleichenden (und irgendwann nicht mehr umkehrbaren) Sulfatierungsprozess eines Blei-Akkus, der häufiger wochenlang nicht geladen wird (wie bei mir), kann man alternativ wohl auch mit einem Erhaltungsladegerät begegnen, das bei Standzeit immer drann gehängt bleibt. Damit erreichen andere offenbar auch bei Blei hohe Lebensdauern.

Viele Grüße

Didi

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