Wieviel Wucht beim Auffahren verträgt eine GS Adventure?

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reibnraiba
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Wieviel Wucht beim Auffahren verträgt eine GS Adventure?

Beitrag von reibnraiba » Mo 10. Apr 2017, 12:16

Hallo zusammen,

am WE durfte ich meinen Erfahrungsschatz erweitern. Ein linksabbiegendes Auto hat mich nicht gesehen und ist losgefahren. Trotz Vollbremsung aus ca. 70 km/h Geschwindigkeit haben mir die entscheidenenden 1 bis 2 Meter Platz gefehlt. Ich bin mit dem Vorderreifen gegen das Hinterrad des Autos gefahren und dann samt der Maschine umgefallen. Im Gegensatz zur Maschine, habe ich keine Blessuren abgekriegt.
Vor dem Einschlag habe ich geschätzte/gefühlte 20 km/h drauf gehabt. Unabhängig davon, das ich mit der Adventure TÜ sowieso zum Gutachter fahre, interessieren mich eure Einschätzungen/Erfahrungen, wieviel Wucht die Gabel, der Lenkkopf und der Telever vertragen kann.

Vielen Dank schon mal an der Stelle
Herzlichen Gruß
Michi

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gerd_
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Re: Wieviel Wucht beim Auffahren verträgt eine GS Adventure?

Beitrag von gerd_ » Mo 10. Apr 2017, 17:18

Hi
Glaskugeln vor!
Welche Beschleunigung erfährt Deine GSA bei dieser Prozedur?
Klartext: Wenn Du gegen eine Betonmauer ballerst wird der Schaden bei 20 km/h grösser sein als wenn Du eine Styropormauer nimmst. Ganz einfach weil die Beschleunigung die der GSA widerfährt wesentlich höher ist.
Übertragen: Wie weit gibt der Gegner nach? Steht eine, vergleichsweise weiche Autotür "im Weg" oder die (Anhänger)Kupplungsplatte einer Zugmaschine?
Ich hab' mal eine 1200 geholt deren Fahrer "nur von der Strasse abgekommen" war (trotzdem im Krankenhaus; naja kann auch nur blöd gefallen sein).
Gabel und vorderes Rahmenteil waren Schrott.
gerd
Vollkommenheit entsteht offenbar nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.
Antoine de Saint=Exupéry

teileklaus
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Re: Wieviel Wucht beim Auffahren verträgt eine GS Adventure?

Beitrag von teileklaus » Mo 10. Apr 2017, 22:12

hallo das kann keiner sagen, der Telelever ist jedenfalls stabiler als der vordere Rahmen und die Gabelholme.
Oftmals sind auch dei Gabelholme verdreht und der Anschlag verbogen oder gebrochen, was einen neuen Rahmen ( nur das kleine Teil unter dem Tank ) notwendig macht.
Im Zweifeslfall wird der Gutachter eher Teile unnötig austauschen lassen, als welche übersehen.
Reifen und ggf Rad wird das Erste sein, auch wenn nichts verbogen aussieht, allein eine Anprallspur die als schwarzer Streifen oder Durchschlag des Reifens am Felgenhorn sichtbar ist, bedingt den Austausch.
Warte einfach das Gutachten ab.
viel Grüße, Klaus

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Larsi
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Re: Wieviel Wucht beim Auffahren verträgt eine GS Adventure?

Beitrag von Larsi » Di 11. Apr 2017, 11:21

reibnraiba hat geschrieben:
Mo 10. Apr 2017, 12:16
...
Vor dem Einschlag habe ich geschätzte/gefühlte 20 km/h drauf gehabt. ...
bei 20km/h aufpralltempo wärest du nicht umgefallen sondern übers auto gerollt.

ohne aussagekräftige bilder ist mMn keine aussage möglich.
das einfachste: peil mal von oben an der gabel runter, ob da irgendwo ein (minimaler) knick nach hinten ist.
Gruß Lars
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reibnraiba
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Re: Wieviel Wucht beim Auffahren verträgt eine GS Adventure?

Beitrag von reibnraiba » Do 13. Apr 2017, 19:18

Vielen Dank für eure Einschätzungen und Ratschläge. Es ist mir klar, das eine Ferndiagnose schwierig ist. Trotzdem ist euer Input für mich hilfreich gewesen. Aktuell steht sie in der Werkstatt. Und so wie es aussieht hat die Felge hat auf jeden Fall was abbekommen. Der Rahmen und die Gabel augenscheinlich nicht, wird aber noch von einem spezialisierten Gutachter vermessen. Mal sehen was dabei rauskommt.

Gruß Michl
Herzlichen Gruß
Michi

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Re: Wieviel Wucht beim Auffahren verträgt eine GS Adventure?

Beitrag von camaso » Fr 14. Apr 2017, 09:59

2014 hatte ich mit meiner quasi jungfräulichen GSA LC eine ähnliche Situation. Eine Depp wechselte im Schritttempo mit seinem Auto nicht vortrittsberechtigt auf meine Spur und ich musste voll in die Eisen. Beim Aufprall (Stossstange hinten) lüpfte es mein Hinterrad, aber ich stürzte nicht. Danach quälten mich dieselben Fragen wie Dich. Bevor ich wieder los fuhr, machte ich ein paar Sichttests, fand aber nix Verbogenes/Verdrehtes. Zudem überlegte ich mir, dass es Leute gibt, die mit dem Motorrad offroad über übelste Unebenheiten und durch Löcher fahren oder damit springen. Und für so übel klassierte ich meinen Aufpraller nicht. Also fuhr ich langsam an und erfühlte den Zustand der GSA. War alles bestens. Nach nun über 40tkm kann ich sagen, die hält was aus.

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Re: Wieviel Wucht beim Auffahren verträgt eine GS Adventure?

Beitrag von teileklaus » Fr 14. Apr 2017, 11:14

aus eigener Erfahrung würde ich sagen: steht die Gabel gerade und hat das Felgenhorn keine Eindellung, ist alles gut.
Sobald die Felge/ Rad Vervormungen hat ist mit mehr zu rechnen und zu prüfen..

edit: meine Gabel hatte nichts und wurde trotzdem, weil Anprallspuren da waren, bezahlt. Wirtschaftlicher Totalschaden.
Zuletzt geändert von teileklaus am Fr 14. Apr 2017, 17:08, insgesamt 1-mal geändert.
viel Grüße, Klaus

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Re: Wieviel Wucht beim Auffahren verträgt eine GS Adventure?

Beitrag von Larsi » Fr 14. Apr 2017, 14:06

Meine 1150GS hatte nach einem Aufprall ein intaktes Vorderrad und eine krumme Gabel.
Alles genau checken!
Gruß Lars
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