Heidenau K60 Scout

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stef24
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Re: Heidenau K60 Scout

Beitrag von stef24 » Mi 25. Sep 2013, 18:38

Hallo Wolfgang

Bei einem Bummeltrip durch Russlands Weiten mag der Scout tatsächlich etwas länger halten ;) .
Nach 1000km Autobahn kommen einem allerdings die Tränen!

Bilder sagen mehr als tausend Worte. Sie wirken trotz aller Manipulationsmöglichkeiten authentisch.
Man hat schnell getippt, dass man ein toller Fahrer ist und schnell fahren kann. Aber das Belegfoto ist weniger schnell zur Hand! Ich suche noch immer :? .
Und wenn Du ein Bild einstellst mit dem Hinweis nach 2-, nach 4-, nach 6-tausend Kilometern (wurde hier auch schon gemacht), dann glaube ich Dir erst mal, dass Deine Angaben stimmen.
Und wenn wir uns dann nach diversen Beiträgen näher kennen, glaube ich Dir auch 20oookm mit dem TKC80 ohne Foto ;)

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Hightower
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Re: Heidenau K60 Scout

Beitrag von Hightower » So 6. Okt 2013, 20:03

Hallo Forengemeinde,

hier mal meine Erfahrungen zum K60 Scout:
Für einen Trip über die Ligurische Grenzkammstraße hatte ich mir auf meine 12-er GSA den Scout aufziehen lassen. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase von ca. 100km waren wir schnell "gut Freund".
Grip:
Sowohl auf der Straße als auch abseits davon hatte ich unter allen Bedingungen (nass, trocken) immer genügend Grip, lediglich bei matschigem Untergrund war schnell Schluss mit lustig.
Auf der Straße konnte ich im Vergleich zum Tourance keinen signifikanten Unterschied feststellen. Im Schräglagen-Grenzbereich meldet sich der Reifen mit leichtem, aber stets gut kontrollierbarem schmieren. Längere Autobahnfahrten verträgt er nicht so gut und machen mit dem Reifen auch keinen Spass, ab 150 wird es sehr unruhig.
Auf Schotter, Kies und Sand keine Probleme.

Luftverlust?
Das mit dem extremen "Luftlassen" am Vorderrad kann ich nicht bestätigen. Alle ca. 2000km musste ich ca. 0,4 bar nachfüllen - hinten etwa 0,2
Fahre den Reifen standardmäßig mit 2,3 vorne und 2,5 hinten (Straße) bzw. 1,9 vorne und 2,1 hinten (Schotter).

Zur Laufleistung:
Nach 10000km war der hintere mehr als fertig (Restprofiltiefe Mitte ca. 1mm, Rand 3-4mm) ab ca. 9000km vermehrt "Schmieren" aber immer noch gut kontrollierbar. Der Vordere wäre noch für 2-3000km gut gewesen, hatte jedoch extremen Sägezahn. Somit lag die Laufleistung bei mir ca. 20% über dem Tourance, der auf meiner Dicken höchstens 8000km erreichte.

Fazit:
Für mich und meine Fahrgewohnheiten der optimale Reifen.
Peter
(Hightower ehemals auch mit Zusatz 2xx)

Holger
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Re: Heidenau K60 Scout

Beitrag von Holger » Mo 7. Okt 2013, 05:33

Ich war immer sehr zufrieden. Jetzt bin ich einpaar Mal über längere Distanz deftigere Geländepassagen gefahren. Schotter und andere steinige Passagen.
Das Profil an sich ist ok, aber es entstehen jetzt schon am dritten Reifen Risse im Profil! Sowohl auf der Lauffläche als auch zwischen den Profilblöcken.
Erklärungsversuch: Der Gummi ist von drr Mischung her längst nicht so geländetauglich wie sein Profil. Die Fahreigenschaften offroad sind nämlich anständig. Gutmütig, trotz Mittelsteg kommt man recht weit.
Schade, die Risse nerven.

braki
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Re: Heidenau K60 Scout

Beitrag von braki » So 20. Okt 2013, 19:48

Hi,

Das mit den Rissen in den Blöcken und der Lauffläche hatte ich auch nach ca. 6.000 km. Das ging soweit, dass als ich den Reifen wegen einer Reise gegen einen Mitas E-10 wechseln ließ, er hinterher vom Reifenhändler aus Sicherheitsgründen nicht wieder aufgezogen wurden, obwohl er noch für geschätzte 4.000 km gut gewesen wäre.
Heidenau wollte Fotos oder den Reifen, aber da war er leider schon vom Reifenhändler entsorgt.

Ansonsten war ich sehr zufrieden. Gute Haftung auf der Strasse, ausreichende Traktion auf unbefestigten Wegen. Geschätzte Laufleistung auch ehr gut. Kurzum guter Allrounder,gutes Preisleistungsverhältnis. Trotzdem habe ich mich wegen der Risse für einen anderen Reifen entschieden.

Gruß Dirk

chefe
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Re: Heidenau K60 Scout

Beitrag von chefe » Di 22. Okt 2013, 19:30

Ich hab' da mal eine Frage:

Aus meiner Sicht ist ein wie auch immer gearteter Stollenreifen auf einer großen Enduro (>250kg incl. Fahrer und >80Nm) eh nur ein fauler Kompromiss, was also erwartet ihr?
Meistens hat die obere Hälfte sich selbst nicht (im Wortsinn) so im Griff, dass die untere Hälfte ihren Fähigkeiten entsprechend behandelt wird - in allen Beziehungen...
Die Gummitürmchen müssen bei einem Luftboxer im Mittel 330kg bewegte Masse und 115Nm bei digitalem Betrieb (0 und 1) verkraften und wenn man ein bisschen Ahnung von Mechanik hat, kann man sich vorstellen, was für Kräfte am Turm-Fuß ankommen - ich würde da auch rissig :roll:

Mein Scout muss auf der 1200er und der 800er im Straßenbetrieb richtig beißen - was man ihm auch ansieht und was ich durchaus akzeptiere. Deswegen fällt er aber nicht auseinander, so schlau waren die Gummibäcker aus Heidenau auch, sie haben ihn stabil genug gebaut.
Ihr solltet euch von dem Gedanken verabschieden, dass ein Reifen dieser Art an einer großen Enduro auf Dauer Vollast (egal auf welchen Untergrund) unbeschadet überlebt.
Meine Falten werden jedes Jahr auch mehr und warum soll mein Reifen nicht ebenso "leben"? Nach spätestens 12 Wochen ist eh nichts mehr übrig - dann gilt: neues Spiel, neues Glück 8-)
Gruß, Martin

the-only-A.I.
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Re: Heidenau K60 Scout

Beitrag von the-only-A.I. » Mi 23. Okt 2013, 21:12

chefe hat geschrieben:Ich hab' da mal eine Frage:

Aus meiner Sicht ist ein wie auch immer gearteter Stollenreifen auf einer großen Enduro (>250kg incl. Fahrer und >80Nm) eh nur ein fauler Kompromiss, was also erwartet ihr?
Meistens hat die obere Hälfte sich selbst nicht (im Wortsinn) so im Griff, dass die untere Hälfte ihren Fähigkeiten entsprechend behandelt wird - in allen Beziehungen...
Die Gummitürmchen müssen bei einem Luftboxer im Mittel 330kg bewegte Masse und 115Nm bei digitalem Betrieb (0 und 1) verkraften und wenn man ein bisschen Ahnung von Mechanik hat, kann man sich vorstellen, was für Kräfte am Turm-Fuß ankommen - ich würde da auch rissig :roll:

Mein Scout muss auf der 1200er und der 800er im Straßenbetrieb richtig beißen - was man ihm auch ansieht und was ich durchaus akzeptiere. Deswegen fällt er aber nicht auseinander, so schlau waren die Gummibäcker aus Heidenau auch, sie haben ihn stabil genug gebaut.
Ihr solltet euch von dem Gedanken verabschieden, dass ein Reifen dieser Art an einer großen Enduro auf Dauer Vollast (egal auf welchen Untergrund) unbeschadet überlebt.
Meine Falten werden jedes Jahr auch mehr und warum soll mein Reifen nicht ebenso "leben"? Nach spätestens 12 Wochen ist eh nichts mehr übrig - dann gilt: neues Spiel, neues Glück 8-)
Ich glaub der Chefe hat keine Ahnung wovon er spricht... :mrgreen: :mrgreen:

und ganz schnell weg...
Facebookverachter, Klimakatastrophenungläubiger und Wirtschaftskrisenverweigerer

Der Tod ist ein Geschenk mit einer gewissen Unbeschwertheit!

Angel
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Re: Heidenau K60 Scout

Beitrag von Angel » Mi 23. Okt 2013, 21:45

in der heutigen Zeit hat das Auditorium Glück, das ihm die Zeit zu verstehen gegeben wird. Unendlich wird sie allerdings nie sein.

EGGEK, bis zum WE (ein wenig kurz, aber das muß reichen in der heutigen Zeit , *48 ist vorbei + der westfälische Frieden auch)

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Re: Heidenau K60 Scout

Beitrag von chefe » Mi 23. Okt 2013, 23:05

the-only-A.I. hat geschrieben: Ich glaub der Chefe hat keine Ahnung wovon er spricht... :mrgreen: :mrgreen:

und ganz schnell weg...
Erwischt :+

Na ja, ein Quentchen mehr als der "wer auch immer" aus "wo auch immer" von oben vielleicht schon :roll:
Gruß, Martin

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Re: Heidenau K60 Scout

Beitrag von Islay » So 5. Jan 2014, 10:27

Hallo!
Der Scout wurde nach Freigabe für meine Maschine in 90/90-21 und 140/80-17 aufgezogen.
Die Reifen sind beide Mitte 2011 hergestellt.
Heute hat sie der Reifenhändler kaum runterbekommen, so hart war die Gummimischung. Trotzdem hat sich der Reifen hinten schnell runter gefahren.
Allerdings hat meine Kiste auch 105 PS auf der schmalen Sohle.
Das Profil erinnert an den alten Dunlop Trailmax.
Der war gut, der Heidenau ist es nicht.
Er lässt sich absolut unwillig in eine Kurve bringen und gibt keinerlei Rückmeldung für den Grenzbereich oder irgend einen Bereich.

Es wurde einfach ein Profil geschaffen, dass auf der Straße nichts kann und im Matsch sofort zu ist. Ohne jede Selbstreinigung.
Die äußerste Profilreihe ist was für Selbstmörder. Es ist mir ein Rätsel wie sich so ne harte Pelle so schnell abfahren kann.
Ich vermute mal, dass geschrederte Trabbis verarbeitet wurden.

Heidenau sollte bei Rollerreifen bleiben.
Den einzigen Verwendungszweck sehe ich bei Eisdielenbobbern.

Dies ist mein subjektives Empfinden auf meiner HP2.
Gruß Martin Bild

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viajero
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Re: Heidenau K60 Scout

Beitrag von viajero » Di 29. Apr 2014, 09:16

Hallo,

also ich habe keine guten Neuigkeiten. Der Vorderradreifen lässt immer noch Luft, fällt aber nie unter 1,7 bar. Aber das schlimmste ist, dass mein Hinterrad nach ca. 9000 gefahren km nach ca. einwöchigen Stillständen 0 bar :shock: hat. Nach weiteren 3000 km und ständig nervenden Druckluft überprüfen, bin ich dann zu meinem Reifendealer gefahren. Dieser hat nun festgestellt, dass Luft langsam und stetig an mehreren Stellen zwischen Mantelschulter und Felgenhorn entweicht. Der Reifen hätte sicher noch 3 - 4 tkm gehalten, aber auf das nervige überprüfen hatte ich keinen Bock mehr. Ich kann mir nicht erklären, warum Heidenau das Dichtungsproblem nicht hinbekommt und warum am Hinterrad nach einer gewissen Laufleistung so etwas eintritt. Selbst wenn der Reifen mal warm wird oder mit 1,7 bar gefahren wird, darf sowas nicht auftreten. Auch sind unterhalb der äußeren Stollen an der Flanke umlaufende Bruchstellen des Gummis zufinden. Habe leider kein Foto gemacht. Vieleicht liefere ich es noch später nach.
Hasta luego

Markus

"Irrtümer haben ihren Wert; jedoch nur hie und da. Nicht jeder, der nach Indien fährt, entdeckt Amerika.“ Erich Kästner

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